Upper Antelope Canyon

Auf dem Plan stand für heute eine geführte Fototour. Und zwar war unser Hauptziel der Upper Antelope Canyon in der Nähe von Page. Wir haben aber eine Halbtagestour gebucht, die uns vorher noch in den Owl Canyon und den Rattlesnake Canyon führen sollte. Alle drei sind so genannte Slot Canyons. Treffpunkt war um 8:00 Uhr irgendwo am Highway 98. So weit, so gut. Abends am Vortag, beim einchecken im Motel hatten wir bemerkt, dass sich unsere Handys auf eine neue Zeitzone umgestellt hatten. Wir wussten zwar nicht wann, aber dadurch war es bereits eine Stunde später, als angenommen... Die Wecker hatten wir so gestellt, dass noch Zeit für ein Frühstück war. Das haben wir mit zum Treffpunkt genommen.
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Am Treffpunkt waren wir zunächst die einzigen. Also gut, Zeit fürs Frühstück. Irgendwann war es dann 8:00 Uhr auf unseren Uhren, die ja auf die neue Zeitzone gestellt waren. Doch es kam niemand... Das war seltsam. Auch halb neun, als die Tour beginnen sollte, war niemand da... Erst gegen 9:00 Uhr kam Leben am Treffpunkt auf. Anscheinend waren wir zwar in einer anderen Zeitzone, aber die Uhren der Einheimischen schienen so zu ticken, wie die in der Zeitzone, aus der wir kamen. Verstanden haben wir das nicht, aber für uns bedeutete das, dass wir eine Stunde zu früh aufgestanden waren. Ärgerlich... Nicht zu ändern...

Nachdem wir das Geld für die Tour gezahlt hatten, ging es auch schon los. Unser Guide hieß Nate und wir waren insgesamt 7 Teilnehmer. Bis vor einigen Jahren konnte man wohl auch auf eigene Faust in die Canyons. Ein schweres Unglück, eine so genannte flash flood, riss elf von zwölf Menschen einer Wandergruppe in den Tod und änderte dies. Die Canyons liegen an oder in Flussbetten, die zumindest im Sommer gewöhnlich ausgetrocknet sind. Hin und wieder treten bei Unwettern aber besagte flash floods auf, bei denen offenbar Unmengen Wasser durch die Slot Canyons stürzen, die im Übrigen auch vom Wasser geformt wurden.

Im Owl Canyon und im Rattlesnake Canyon hatten wir das Glück, allein zu sein. Nate führte uns bis ans Ende der nicht allzu langen Canyons, gab Tipps für interessante Motive und dann hatten wir jeweils Zeit, uns alleine wieder zum Eingang zu begeben. Es ist erstaunlich, was die Kräfte der Natur hervorbringen, wenn sie Zeit dafür haben. Trotzdem reichte die Zeit natürlich nicht. Allerdings wollten wir auch rechtzeitig für die sunbeams im Upper Antelope Canyon sein.

Im Upper Antelope Canyon war alles anders. Menschenmassen bewegten sich wie Ameisen durch den Canyon. Wir mussten diesmal an Nate dranbleiben. Er wusste, wo man gute Bilder machen konnte. Aber es war sehr dunkel und durch die langen Belichtungszeiten blieb kaum genug Zeit für ein Foto. Ein wenig fühlte es sich wie beim Viehtrieb an und es blieb kaum Gelegenheit, die Bilder so zu machen, wie wir es uns vorgestellt hatten. Aber wir hatten es uns ja ausgesucht. Und da waren ja noch die sunbeams. Für die gab es nur ein sehr kleines Zeitfenster in der Mittagssonne. Als die Zeit ran war, waren wir auch in den Räumen, in denen man die sunbeams erleben konnte. Nate hat nicht nur für die gute Sichtbarkeit der Sonnenstrahlen gesorgt, er hat auch alle, die nicht zur Gruppe gehörten, aus dem Bild gescheucht...

Nach den sunbeams war die Tour zu Ende und Nate brachte uns zurück an den Treffpunkt. Inzwischen war auch wieder ein Hungergefühl präsent und musste versorgt werden. Gleichzeitig musste noch eine Übernachtungsgelegenheit für die nächste Nacht gefunden werden. Wir wollten noch vor Sonnenuntergang bis zum Monument Valley kommen. Ärgerlich war, dass anscheinend nichts preiswertes dort in der Nähe zu finden war. Das zwang uns, zu improvisieren. Wir haben uns für einen Ort entschieden, der schon deutlich näher am nächsten Etappenziel lag.

Gestärkt und mit gebuchtem Nachtlager machten wir uns auf zum Horse Shoe Bend. Inzwischen war das Thermometer auch wieder in der Nähe von 40 Grad angelangt. Und Schatten gibt es am Horse Shoe Bend schon mal gar nicht. Der Weg vom Parkplatz zum Ziel war bei der Hitze etwas beschwerlich. Aber der Anblick der Schleife, die der Colorado River tief unten in der Schlucht macht, war Entschädigung genug...

Nach dem Horse Shoe Bend war die nächste Station Sonnenuntergang im Monument Valley. Zwar waren wir rechtzeitig da, aber zu knapp. Ins Valley rein sind wir nicht mehr. Statt dessen haben wir überlegt, ob wir nicht zum Sonnenaufgang nochmal herkommen könnten. Da dies aber für uns bedeutet hätte, 140 Meilen Umweg zu machen und mindestens zwei Stunden vor dem Sonnenaufgang vom Motel aufzubrechen, entschieden wir uns dagegen. Also begnügten wir uns mit dem Standardmotiv und dem Sonnenuntergang. Anschließend fuhren wir weiter zu unserem Motel. 

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