Grand Canyon - Tag 1

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Haben wir etwa erwähnt, dass es auf dem Weg zum Grand Canyon keine weiteren Störungen gab? Nun... Das ist so nicht ganz richtig. Zum Einen hatten wir ganz schön mit der verdammten Müdigkeit zu kämpfen. Bisher gab es wenig Schlaf und dann hatten wir ja schon den ganzen Tag Programm. Zum Anderen gab es auch noch eine Schrecksekunde kurz vor dem Ziel. Diverses Hirschgetier hatte sich zu einer nächtlichen Wanderung über die Straße entschlossen. Der erste war ein Großer Hirsch mit einem imposanten Geweih. Uff... Das war knapp. Aber nix passiert.
Wir sind dann direkt zum Visitor Center am Mathers Point gefahren. Wow... Am Grand Canyon werden andere Geschütze aufgefahren. Grand Canyon Lodge, Museum, Bücher- und Souveniergeschäft und noch einiges mehr direkt vor Ort. Aber das hat uns nicht so sehr interessiert. Wir sind direkt zum Mathers Point und zum Amphitheater. Zugegeben, es war noch stockfinster. Dort, wo die Sonne später aufgehen würde, begann es gerade eben, heller zu werden. Vom Canyon selbst war zunächst noch nichts zu erkennen... Da wir die einzigen vor Ort waren, hatten wir schon die Hoffnung, alles vom Vortag könnte sich wiederholen. Doch da hatten wir uns zu früh gefreut. Bis zum Sonnenaufgang trudelten immer mehr Frühaufsteher ein. Gut, wenn man sich rechtzeitig schon einen Platz mit guter Sicht gesichert hatte.

Das Warten hatte sich definitiv gelohnt. Es gab einen spektakulären Sonnenaufgang. Für einen kurzen Augenblick flammte der Himmel tiefrot auf. Schade, dass man nicht an mehreren Orten gleichzeitig sein kann... Wir blieben noch eine ganze Weile, um den beginnenden Tag zu bestaunen. Irgendwann wurde es Marion kalt und der Frühstückshunger stellte sich ein. Nachdem wir am Vortag ja immer bei Mc Donalds eingekehrt sind, haben wir uns mal eine andere Lokalität ausgesucht. Wie sich heraus stellte, war das aber auch nur ne Burgerbude. Und das Frühstück war auch nicht so dolle. :( Egal... Ins Hotel konnten wir so früh noch nicht einchecken. Deswegen sind wir wieder zurück zum Canyon und ein Stück auf dem South Rim Trail gewandert. Im Wald konnten wir eine Gruppe Hirsche beobachten. Wie sich noch herausstellen sollte, begegneten wir ihnen nicht das letzte Mal. Aber so langsam forderte auch der fehlende Schlaf seinen Tribut. Mittags sind wir also zum Hotel und konnten sogar früher als geplant einchecken, wobei uns auf dem Weg zum Hotel wieder die Gruppe Hirsche begegnete. Völlig enthemmt stand die Gruppe im Wald unmittelbar am Straßenrand. Da haben wir uns dann mal die Kameras gegriffen. Voll Krass, wie wenig scheu die Tiere waren. Wir blieben etwa ne halbe Stunde.

Endlich im Hotel... Duschen... Schlafen... Wenigstens ein wenig... Zum Sonnenuntergang wollten wir wieder draußen sein.

Leider hat das mit dem Wecken und rechtzeitig aufstehen nicht so ganz geklappt, weswegen alles ziemlich knapp wurde. Sonnenuntergang am Hopi Point. Das war der Plan. Nur sind wir dort irgendwie nicht angekommen... Irgendwie entsprach auch der Sonnenuntergang, vor allem die Richtung, nicht unseren Erwartungen. Und da die Müdigkeit noch immer in den Knochen steckte, ging es dann relativ schnell zurück ins Hotel. Licht aus... Wir hatten ja noch einen zweiten Tag.


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